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Projekt Olympia - #WirhabeneinZiel

"Wir haben ein Ziel" lautet das Motto für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Dafür wurde nach London 2012 das Spitzensportförderprogramm auf neue Beine gestellt.

Sportminister Hans-Peter Doskozil, Projekt-Koordinator Peter Schröcksnadel, ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel und ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat präsentieren im „Haus des Sports“ in Wien den Förderkader 2017 für das „Projekt Olympia - #WirhabeneinZiel“.

Das Sportministerium stellt im Rahmen des Projekts insgesamt 5 Millionen Euro für das Sport-Jahr 2017 zur Verfügung, um die heimischen Athletinnen und Athleten bestmöglich zu unterstützen. Erstmals sind auch Wintersportler aus den Disziplinen Rodeln, Bob, Skeleton und Eisschnelllauf im Projekt dabei, dazu kommen neue Sportarten wie Karate, Klettern und Turnen.

„Wir werden heuer mit dem Projekt rund 150 Sportlerinnen und Sportler unterstützen. Dem Sport stehen viele Mittel zur Verfügung. Mir geht es darum, diese bestmöglich dorthin zu bekommen, wo sie benötigt werden, um Spitzenleistungen zu fördern. Auf Basis der umfassenden Rio-Analyse haben wir, nach Gesprächen und Verhandlungen mit Vertretern aus der Sportfamilie, die Schlüsse in den Entwurf zum neuen Bundessportfördergesetz einfließen lassen. Für das Förderwesen ist dieses Gesetz ein Quantensprung. Darum ist es mir und für den Sport sehr wichtig, dass dieses Gesetz beschlossen wird“, erklärt Sportminister Hans-Peter Doskozil.

Projekt-Koordinator Peter Schröcksnadel hat sich bereit erklärt, für die Übergangsphase bis zur Gründung der geplanten Bundes-Sport-GmbH weiterhin mit seiner Expertise als Schnittstelle zwischen dem Sportministerium und den Athletinnen und Athleten zur Verfügung zu stehen: „Das Projekt finde ich gut und es ist für die Zukunft sehr wichtig, dass wir es nachhaltig fortführen. Nur so können wir in den Sommersportarten erfolgreich sein.  Wir haben versucht, den Kader ein bisschen breiter zu gestalten. Einerseits weil man dreieinhalb Jahre vor Olympischen Sommerspielen nicht sagen kann, wohin es sich entwickelt, andererseits ist uns der Team-Gedanke sehr wichtig. In Sportarten wie Beachvolleyball, Klettern, Kanu oder Rudern können die Jungen mit den erfahrenen Sportlerinnen und Sportlern trainieren, lernen und wachsen. Es wurden auch Wintersportarten in das Projekt aufgenommen, um z.B. bei den Bobfahrern in der Entwicklung auf dem Materialsektor aufzuholen und damit die Chancen zu erhöhen. “

Für ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel ist die Aufnahme des Wintersports in das „Projekt Olympia - #WirhabeneinZiel“ die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. „Das ist ein wichtiges Symbol für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang, wo wir in vielen Sportarten sehr gute Medaillenchancen haben. Das gilt auch für die neuen Sommer-Sportarten Karate und Klettern, die in Tokio 2020 erstmals im Olympia-Programm sind. Mit der Fortsetzung des Projekts werden die besten Voraussetzungen für Top-Resultate und Medaillen in Sommer und Winter geschaffen.“

ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat ergänzt: „Die sportlichen Erfolge bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro mit insgesamt 9 Medaillen wären ohne die finanzielle Unterstützung durch das Projekt nicht möglich gewesen. Aber nach den Spielen ist vor den Spielen, also stecken unsere paralympischen Sportlerinnen und Sportler, darunter erstmalig auch Heeressportler, bereits voll in den Vorbereitungen auf Tokio 2020.“

Im neuen Förderkader vom „Projekt Olympia - #WirhabeneinZiel“ sind 21 Fachverbände mit 123 Athletinnen und Athleten (74 Herren, 49 Damen) sowie das Handball-Nationalteam der Männer als einzige Mannschaft vertreten. Ungeachtet der Mittel des Bundes-Sportförderungsfonds stehen für dieses Projekt im Jahr 2017 fünf Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, wovon 330.000 Euro den Para-Sportlern zugutekommen.

Neben den Aushängeschildern Ivona Dadic, Lukas Weißhaidinger (Leichtathletik), Alisa Buchinger und Bettina Plank (Karate), Olivia Hofmann (Schießen) oder Magdalena Lobnig (Rudern) werden mit Hilfe von verbandsübergreifenden Maßnahmen auch junge Sportlerinnen und Sportler langfristig begleitet und gefördert. So gibt es in der Leichtathletik ein Mehrkampf-Projekt mit Sarah Lagger, im Rudern sucht man sowohl bei den Leichtgewichten wie auch in der offenen Klasse mit insgesamt 15 Athleten nach den schnellsten Booten und im Judo wird das Herren-Nationalteam unterstützt.