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28.10.2017

Thriller ohne Happy-End

Liu Jia kämpft sich beim Women's World Cup gegen ihre Angstgegnerin mehrfach zurück - ohne Erfolg.
Nach ihren beiden glatten Siegen in der Vorgruppe kam für Österreichs Tischtennis-Aushängeschild Liu Ja im Achtelfinale des Women's World Cup in Kanada nach sieben spannenden Sätzen das Aus. 
 
Wie schon im Viertelfinale der Team-EM im September musste sie sich der Niederländerin Li Jie nach einer packenden Aufholjagd knapp mit 3:4 geschlagen geben.
 
Die Österreicherin erwischte im Pan Am-Center von Markham gegen die Nummer 20 der Welt zwar den besseren Start, musste nach einer anfänglichen 8:4-Führung aber umgehend den Ausgleich zulassen.
 
Nach dem die niederländische Defensiv-Spezialistin ihre zweiten Chance zur 1:0-Führung nutzen konnte, legte sie in Durchgang zwei fulminant mit 6:0 los. Diesmal fightete "Susi" aber zurück, kam bei 5:6 und 8:9 bis auf einen Punkt heran, musste am Ende aber auch diesen Durchgang knapp mit 9:11 abgeben.
 
Mit einem raschen 11:4 konnte die sie zwar verkürzen, ehe die 4-fache Mannschafteuropameisterin der Jahre 2008 bis 2011 mit einem 11:8 die Zwei-Satz-Führung wieder herstellte.
 
Liu Jia gab sich aber nicht geschlagen und fightete neuerlich zurück. Mit 11:4 holte sie Satz fünf, mit einem hauchdünnen 12:10 erzwang sie anschließend sogar einen siebenten, allesentscheidenden Durchgang.
 
Dieser verlief nach großartigen Ballwechseln bis 4:4 ausgeglichen, ehe sich die 33-jährige Niederländerin ein letztes Mal, diesmal entscheidend, absetzen konnte. Wie so oft bei knappen Begegnungen der beiden, suchte Li Jie in heiklen Situationen ihr Heil im Angriff - und wurde belohnt! 
 
Nachdem sie auf 7:4 davonzog konnte die Österreicherin nicht mehr nachziehen - zu kräfteraubend war die vorangegangene Aufholjagd. Mit 11:5 entschied die Niederländerin Satz sieben für sich und steht damit am Samstag im Viertelfinale.
 
Bei ihrem zwölften Weltcup-Start kam für Liu Jia damit erstmals im Achtelfinale das Aus. Sechs Mal erreichte sie das Viertelfinale, fünf Mal war schon nach der Gruppenphase Endstation.