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09.10.2017

"Sehr herzeigbare Leistung"

Thomas Frühwirth schreibt beim Marathon in Chicago ein weiteres Kapitel seines Genussprojekts. Finale in New York.

Thomas Frühwirth hat die nächste Finishline bei seinem „Marathon-Genussprojekt“ überquert. Am Sonntag absolvierte der Steirer die 42,195 km in Chicago – und zeigte einmal mehr eine starke Leistung. Seine Zeit: 1:41:32 Stunden.

In einem hochkarätig besetzten Feld musste Frühwirth die Spitzengruppe bald fahren lassen. „Beim Start sind mir die Profis einfach zu schnell, deshalb war ich wieder einmal alleine auf weiter Flur unterwegs. Das hat viel Kraft gekostet.“

Aber nach rund 20 Kilometern konnte der Silbermedaillen-Gewinner von den Paralympics in Rio de Janeiro zu zwei Athleten aufschließen. „Anfangs haben wir uns abgewechselt, aber dann haben die Attacken begonnen. Ich habe mich sehr gequält, mehr war nicht möglich.“

Also war es für Frühwirth kein Problem, das angestrebte Ziel Sub 1:40 knapp verpasst zu haben.

„Es waren die Top-20 der Welt im Rennrollstuhl am Start – und ich bin 22. geworden. Aber hinter mir waren noch einmal 30 Athleten, die sich alle nur auf das Rennrollstuhlfahren konzentrieren. Das macht meine Leistung sehr herzeigbar“, freut sich das Muskelpaket mit dem Spitznamen „Tigger Tom“.

Und: „Es war wieder total cool, einen dieser großen Marathons erleben zu dürfen. Die Anfeuerungen der hunderttausenden Fans entlang der Strecke sind einfach ein tolles Erlebnis.“

Eine ähnliche Atmosphäre wartet am 5. November, wenn er in New York zum Saisonabschluss noch einmal die 42,195 km in Angriff nimmt. „Ich freue mich schon total drauf, auch wenn die Strecke dort noch um einiges härter ist.“