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30.10.2017

Formcheck im Olympia-Kanal

Österreichs Kunstbahn-Asse schließen die Vorbereitung auf die Olympia-Saison im Eiskanal von Pyeongchang ab. Der Weltcup startet am 18./19. November in Igls.

Zwei, drei Wochen nichts tun und die Seele baumeln lassen - mehr an Erholung und Abstand war für Österreichs Top-Rodler auch in diesem Sommer nicht drinnen.

Das individuelle Grundlagen-Ausdauer-Training schloss nahtlos an die vergangene Saison an, ebenso wie die Tüftelei am Material. Es folgten medizinische Checks und der Start der Teamvorbereitung, Anfang Mai.

Neben dem schweißtreibenden Athletiktraining absolvierten die Schützlinge von ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl Sommerrodel-Lehrgänge in Zwickau und Innsbruck, sowie spezielle Starttrainings.

Anfang Oktober kehrten Doppel-Weltmeister Wolfgang Kindl und Co. auf das Eis zurück. Der Trainingswoche in Lillehammer (NOR) folgten weitere im lettischen Sigulda sowie auf den deutschen Bahnen in Oberhof und Altenberg.

Das milde Herbstwetter sorgte da wie dort für keine optimalen Bahnverhältnisse und einige Stürze, die mit Ausnahme von Jonas Müller glimpflich ausgingen.

Den Vorarlberger erwischte es dafür umso schwerer, Müller brach sich in Oberhof die Speiche und muss bis zu drei Monate pausieren.

29 Nationen nehmen Fahrt auf

Mit 20 Trainingstagen im Gepäck geht es am Dienstag (31.10.) für 13 ÖRV-Athleten und 7 Betreuer nach Pyeongchang, wo im Alpensia Sliding Centre zehn Trainingstage auf dem Programm stehen.

66 Herren, 52 Damen und 32 Doppelsitzer aus 29 Nationen sind für den letzten Test auf der Olympiabahn gemeldet. Der 1344 Meter lange Eiskanal, auf dem im vergangenen Februar erstmals um Weltcup-Punkte gerodelt wurde, genießt einen tückischen und durchaus gewöhnungsbedürftigen Ruf.

Ewig lange Kurven wechseln sich mit kurzen, knackigen Richtungsänderungen ab. Als Schlüsselstellen gelten die Kurve zwei und neun, sowie die Einfahrt zum Bergauf-Stück unmittelbar vor der Zieldurchfahrt.

Weltcup-Auftakt mit Heimschläfer

Fünf Tage nach der Rückkehr aus Asien startet in Igls der Weltcup. Der Bonus von gesonderten Trainingstagen auf der Heimbahn fällt für die ÖRV-Athleten damit heuer weg.

Auf Igls folgen die Weltcup-Rennen in Winterberg und Altenberg, vor Weihnachten wird noch zwei Mal in Übersee gerodelt.

Im Neuen Jahr geht es traditionell am Königssee weiter, es folgen die Entscheidungen in Oberhof und Lillehammer, sowie der Weltcup in Sigulda, wo neben der Punktejagd auch die Vergabe der EM-Medaillen auf dem Programm steht.