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17.06.2017

Die Zeit ist reif!

Österreichs Handball-Herren kämpfen am Samstag gegen Bosnien-Herzegowina um das Ticket für die EURO.

Österreichs Handball-Nationalteam der Herren ist bereit für den großen Showdown in der Qualifikation zur EURO 2018 am Samstag, 20:15 Uhr Albert-Schultz-Eishalle Wien, live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv, gegen Bosnien-Herzegowina.

Das letzte Großereignis liegt für das Team bereits zweieinhalb zurück, die WM 2015 in Katar. Die Zeit ist also reif, dass man wieder zu einem Großereignis fährt.

„Bei einem Großereignis zu spielen ist natürlich was ganz anderes als im Jänner Testspiele zu bestreiten. Gegen die großen Nationen konnten wir immer unsere beste Leistung abrufen. Wenn wir in einer Qualifikation gescheitert sind, dann immer knapp“, sagt Kapitän Thomas Bauer.

Der Mannschaft ist nach dem 39:36-Sieg über Finnland sichtlich ein Stein vom Herzen gefallen. Großen Jubel sparte man sich, schließlich folgt erst jetzt das „Endspiel“ gegen Bosnien-Herzegowina.

„Das heutige Spiel ist ein echtes Finale. Zum Glück ist es ein Heimspiel, wir bauen auf unser Publikum“, sagt auch der reaktivierte Routinier Vitas Ziura und ergänzt: „Wir alle wissen worum es geht. Es wird viel von der Tagesverfassung und der Einstellung abhängen und die ist bei uns in jedem Fall top.“

Die Mannschaft sparte nach dem Sieg über die Skandinavier auch nicht mit Selbstkritik, bemängelte das eigene Deckungsverhalten.

Teamchef Patrekur Jóhannesson: „Wir haben die Zeit nach unserer Ankunft in Wien genutzt um das Spiel der Bosnier gegen Spanien vom Mittwoch genau zu analysieren. Bosnien hat sich sehr aggressiv präsentiert, war sehr vital, aber die Spanier sind immer ruhig geblieben, hatten keine Angst dorthin zu gehen wo es weh tut. Sie werden uns im Angriff mit Sicherheit hart attackieren. In der Abwehr müssen wir unsere 6:0-Abwehr spielen wie in Sarajevo. Das war eine der besten Abwehrleistungen von uns in den letzten Jahren.“

Fabian Posch ergänzt: „Wir müssen ein gutes Mittelmaß finden in der 6:0-Deckung. Marko Panic ist einer ihrer unangenehmsten Spieler, ist beidhändig und dadurch schwer auszurechnen. Wir müssen ihnen den Weg aufzwingen den sie nicht gehen wollen. Aber wir beschäftigen uns nicht mit Spielern und Namen, es ist egal wer für Bosnien aufläuft. Die Zeit ist reif, dass wir uns wieder für ein Großereignis qualifizieren.“

Qualifikation wäre Krönung der Saison

Nach einer langen und intensiven Saison wäre die erfolgreiche Quali für alle die Krönung. Für Janko Bozovic, der mit Sporting Lissabon den EHF Challenge Cup und die portugiesische Meisterschaft gewonnen hat, wäre es das Tüpfelchen auf dem I: „Besser geht´s nicht.“ Ein Rezept für den Erfolg hat der Aufbauspieler ebenfalls parat: „Wir müssen gut in der Deckung stehen, besser als gegen Finnland. Wenn wir uns da verbessern, aggressiver spielen, uns Konter erarbeiten und über eine schnelle Mitte spielen, können wir ihnen weh tun. Sie sind nicht die Besten in der Rückwärtsbewegung.“

Auch Youngster Niko Bilyk brennt bereits auf den großen Showdown: „So ein Endspiel ist immer etwas Besonderes. Das sind die geilsten Spiele, dafür trainiert man. Es geht für uns alle um sehr viel. Die EURO 2018 zu verpassen wäre für uns alle schmerzhaft, daher ist die Motivation umso größer. Wir wissen was wir tun müssen, um solche Spiele zu gewinnen.“